Unser Leitbild

 

Das Projekt RADAR - Research Data Repositorium - hat sich zum Ziel gesetzt eine generische Forschungsdateninfrastruktur aufzubauen und zu etablieren.

Da die digitale Datenproduktion in den letzten Jahren rasant zugenommen hat und ein Ende des Wachstums nicht absehbar ist, muss die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit dieser wachsenden Datenmengen auch für nachfolgende Generationen gewährleistet werden. Dafür müssen entsprechende Infrastrukturen für die Archivierung und Publikation von Forschungsdaten auf- und ausgebaut werden.

Die RADAR-Infrastruktur möchte damit das in vielen wissenschaftlichen Disziplinen noch fehlende Forschungsdatenmanagement fördern und einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Verfügbarkeit, nachhaltigen Bewahrung und verbesserten Publikationsfähigkeit von (eigenständigen) Forschungsdaten leisten.

Zu diesem Zweck wurde ein disziplinübergreifendes Projektteam aus den Informations- und Naturwissenschaften zusammengestellt, welches durch die nachfolgenden Kooperationspartner vertreten wird: das Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ) Karlsruhe, das Steinbuch Center for Computing (SCC) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mit der Fakultät für Chemie und Pharmazie, das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) und die Technische Informationsbibliothek (TIB).

Als generische, disziplinübergreifende Dienstleistung verfolgt RADAR einen zweistufigen Ansatz, der ein (disziplinunabhängiges) Einstiegsangebot zur Archivierung von Forschungsdaten (auch im Kontext der guten wissenschaftlichen Praxis) und ein erweitertes  Angebot zur Datenpublikation mit integrierter Datenarchivierung beinhaltet.

Das Einstiegsangebot mit einer formatunabhängigen Archivierung und einem minimalen Metadatensatz richtet sich dabei vor allem an Institutionen und Wissenschaftler aus dem „long tail of research data“, die Forschungsanträge stellen und darin die Möglichkeit zur Archivierung ihrer Daten gemäß vorgegebener Haltefristen (z.B. 10 Jahre nach DFG Empfehlung) haben. Als Zielgruppe des erweiterten Angebots sind alle Forscher (auch aus der Industrie) zu sehen, die an der dauerhaften Nachnutzung ihrer Daten interessiert sind. Das angestrebte Geschäftsmodell mit Einmalzahlungen in Abhängigkeit von Datenumfang und Haltefristen soll weiterhin die Voraussetzung für einen nachhaltigen Betrieb des Datenarchivs schaffen. Ein solches transparent aufgebautes Geschäftsmodell kann dann den Wissenschaftlern als Werkzeug für die Beantragung von Geldern für eine nachhaltige Datenarchivierung dienen.

Als disziplinübergreifendes Forschungsdatenarchiv mit zwei Archivierungsoptionen und einem kostendeckenden Dienstleistungsmodell hat RADAR den Anspruch, eine Dienstleistung für Fachdisziplinen zu etablieren, in welchen eine solche Forschungsdateninfrastruktur bisher fehlt. So wird eine mögliche Konkurrenz zu fachspezifischen Archiven vermieden. Dabei ist eine kooperative Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Daten(service)zentren, Fachgesellschaften und Verlagen vorgesehen, um eine bedarfsgerechte Entwicklung dieser Infrastruktur sicherzustellen.

 

Projektlauftzeit: 01.09.2013 - 31.08.2016