Versions Compared

Key

  • This line was added.
  • This line was removed.
  • Formatting was changed.

Formatempfehlungen

Zurück zum Glossar

Die Wahl des richtigen digitalen Formats ist essentiell für eine nachhaltige Aufbewahrung und Nachnutzbarkeit wissenschaftlicher Daten. Die Formatierung sollte Dabei handelt es sich bei beiden Anforderungen nicht immer um das Gleiche: So stellt die nachhaltige Aufbewahrung (=Archivierbarkeit) ggf. andere Ansprüche an ein Dateiformat (z.B. gute Dokumentation, ein offener Formatstandard) als deren Nachnutzbarkeit (z.B. eine gute Editierbarkeit der Forschungdaten und ein hoher Verbreitungsgrad der daten-verarbeitenden Software in der Forschungscommunity).

Generell gilt, dass die Formatierung den nationalen und internationalen Vorgaben der jeweiligen Fachdisziplin entsprechen . Um die Nachnutzbarkeit digitaler Daten sicherzustellen haben sich im Laufe der letzten Jahre einige Formate bewährt, die RADAR an dieser Stelle aufgreift und empfiehlt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das PDF/A-Format: PDF/A-Dateien unterstützen die Volltextsuche, haben einen geringen Speicherbedarf ohne Qualitätsverlust, integrieren Metadaten wie Erstellungsdatum, Schlagwörter und letzte Änderungen sowie Schriftarten und unterstützen digitale Signaturen. Dadurch wird sichergestellt, dass PDF/A Daten systemunabhängig auch mit zukünftigen Softwareversionen darstellbar sind.sollte:

  • RADAR akzeptiert alle Dateiformate zur Speicherung der Forschungsdaten. Um eine möglichst optimale und langfristige Nachnutzbarkeit der publizierten Daten sicher zu stellen, werden hier empfohlene Formate aufgeführt. Die Empfehlungen orientieren sich an internationalen Standards wie dem Kriterienkatalog zur besonderen Eignung von Dateiformaten zur Langzeitarchivierung der Library of Congress und aktuellen Entwicklungen im Bereich des Forschungsdatenmanagements und werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

  • Wählen Sie die Formatierung der Datendateien nach Möglichkeit so, dass sie mit etablierter, handelsüblicher Software ausgelesen und dargestellt werden können.

  • Verwenden Sie eine eindeutige und ihrer Abfolge entsprechend fortlaufende Bezeichnung für die Dateien. Der Name sollte auf den Inhalt hinweisen.

  • Die Bezeichnung von Parametern in Datenpaketen sollte einem für Ihre Fachdisziplin anerkannten, internationalen Standard folgen (z.B. dem Internationalen Einheitensystem (SI) für physikalische Größen). Wenn kein solcher Standard existiert, können auch institutsübliche Parameterbezeichnungen verwendet werden, welche dann mit einem eindeutigen, leichtverständlichen Begleittext erläutert werden.

  • Jeder Datensatz in RADAR muss mit dazugehörigen Metadaten beschrieben sein, die zumindest die Pflichtfelder des RADAR-Metadatenschemas umfassen. Diese können entweder im Rahmen des Online-Portals erfasst werden oder direkt als XML-Metadatendokument bei RADAR eingereicht werden. Vorlagen und Beispiele der Metadatenschema(ta) finden Sie hier.

Anchor
Format
Format

sowie XML-basierte Formate wie
Office XML (.xlsx) 
Datentyp

Empfohlene Formate*

Weitere, geeignete Formate#Ungeeignete Formate+

Textdokument

PDF/A-1, PDF/A-2 (.pdf) sowie
XML-basierte Formate wie
Microsoft Office XML (.docx) und
Open Office XML (.sxw),
Open Document Format (.odt) und
Strukturierter Text/Markup
(.xml, .sgml, .html, .dtd, .xsd und weitere)

Portable Document Format PDF, PDF/A-1, PDF/A-2 (.pdf),
Rich Text Format (.rtf)
Reiner Text, Plain Text (.txt)

Microsoft Word (.doc)

Tabelle

Comma Separated Values (.csv)
sowie XML-basierte Formate wie
Microsoft Office XML (.xlsx)

Portable Document Format PDF, PDF/A-1, PDF/A-2 (.pdf)Microsoft  Microsoft Excel (.xls)

Datenbank

ANSI SQL (.sql)
Comma Separated Values (.csv)

  

Statistische Angabe

 

SPSS Portable (.por)
SAS transport (.sas)
STATA (.dta)

  

Graphik (Bild oder rasterbasiert)

TIFF v. 6, unkomprimiert (.tif, .tiff)
GeoTIFF (.geotiff für georeferenzierte Graphik)
Adobe Digital Negative (.dng; für Kamerarohdaten)

Portable Network Graphics (.png)
Joint Photographic Expert Group (.jpeg, .jpg)
Graphics Interchange Format (.gif)
Bit-Mapped Graphics Format (Microsoft) (.bmp)
Photoshop (Adobe) (.psd)
CorelPaint (.cpt)
JPEG2000 (.jp2, .jpx)
RAW image format (.nef, .crw und weitere)
 

Graphik (vektorbasiert)

 

PDF/A (.pdf)
Scalable Vector Graphics (.svg)

Portable Document Format PDF, PDF/A-1, PDF/A-2 (.pdf) 

Video

Lossless AVI (.avi)
MPEG-1, MPEG-2 (.mpg, .mpeg)
MPEG-4, H264 (.mp4)
FLV (.flv)

  

Audio

 

WAVE (.wav)
AIFF (.aiff)

  

Computer Aided Design (CAD)

AutoCAD DWG (Version 2000),
DXF (.dfx, Release 12/14)

  

Geographische Information (GIS)

MapInfo Interchange Format (.mif, .mid) Alternativ Esri Shapefile (.shp + .shx + .dbf) für Vektordaten,
GeoTIFF für Rasterdaten

  

Virtual Reality, 3D

X3D (.x3d; speichert Animationen sowie DG,P,F,I,B,M,V,L,T,G)
OBJ (.obj; speichert DG,P,F,I,B,M,G)
COLLADA (.dae, XML-basiert; speichert Animationen & DG,P,B-Rep,F,I,B,M,V,L,T,G)
PLY (.ply; speichert DG,F,I,B,M)

Virtual Reality Modeling Language (.vrml und .avi, .mpg, .jpeg)
Universal 3D Format (.u3d und .avi, .mpg, .jpeg)
STL (.stl und .jpeg)
DXF (.dfx und .jpeg)
 
Nuclear Magnetic Resonance (NMR)-Gerätespezifische Datenformate (Varian/Agilent, Bruker, Jeol)

Oft werden fachspezifische/proprietäre Formate genutzt.
Diese sind z.B. durch eine disziplinspezifische Richtlinie/Hersteller vorgegeben.
Somit ist Ihre Verwendung im betreffenden Fachbereich notwendig.

Difference gel electrophoresis (2D-DIGE)


-
TIFF (.tif, .tiff)
Gel Image (.gel)
Oft werden fachspezifische/proprietäre Formate genutzt.
Diese sind z.B. durch eine disziplinspezifische Richtlinie/Hersteller vorgegeben.
Somit ist Ihre Verwendung im betreffenden Fachbereich notwendig.

 

 

* Empfohlene Formate: Für die gewählten Dateiformate kann angenommen werden, dass sie auf lange Zeit interpretierbar bleiben und einen potentiell guten Nachnutzungswert besitzen.

# Weitere, geeignete Formate: Eine in diesem Format übergebene Datei kann wahrscheinlich noch nach einigen Jahren interpretiert werden.

...