Frequently Asked Questions (FAQ)


Die FAQ unterteilen sich in 6 Kategorien:

Über RADAR

 

RADAR ist ein interdisziplinäres Forschungsdaten-Repositorium, das vor allem für Daten aus dem „Long Tail of Sciences“ Speicherungs- und Publikationsservices anbietet.

Die technische Infrastruktur von RADAR wird durch das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bereitgestellt. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, Fakultät für Chemie und Pharmazie, und das Leibniz Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) stellen die wissenschaftliche Spezifikation für Datenmanagement-Services zur Verfügung. Das nachhaltige Management und die Publikation der wissenschaftlichen Daten wird durch die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover gesichert.

Für Forschungsprojekte und Institute:

RADAR bietet einen zweistufigen Service an - ein Einstiegsangebot zur Archivierung wissenschaftlicher Daten und ein erweitertes Datenangebot, um Daten zu publizieren und gleichzeitig zu archivieren.

Basisangebot "Archivierung"
Innerhalb des Basisangebotes bietet RADAR eine formatunabhängige Datenarchivierung an. Datengebern ist die Möglichkeit gegeben, ihre Daten über langfristige Archivierungsperioden (z.B. 10 Jahre, gemäß den Empfehlungen der DFG) zu speichern. Dieser Service gewährleistet, dass wissenschaftliche Daten (ohne Publikation) sicher gespeichert werden können. Standardmäßig findet keine Publikation der Metadaten statt, es sei denn der Datengeber legt etwas anderes fest. Weitere Informationen finden Sie unter dem Begriff Datenarchivierung im RADAR Glossar.

Erweitertes Angebot "Datenpublikation mit integrierter Archivierung"
Im erweiterten Angebot bietet RADAR einen kombinierten Service aus Datenpublikation und Archivierung an. Für jedes publizierte Datenpaket stellt RADAR einen Digital Object Identifier (DOI) bereit, um es Wissenschaftlern zu ermöglichen, eindeutig auf ihre Daten zu verweisen und deren Zugänglichkeit zu garantieren. Zusätzlich können Datenpakete mit disziplinspezifischen Metadaten angereichert werden. Weitere Informationen finden Sie unter dem Begriff Datenpublikation im RADAR Glossar.

Für Verlage:

Herausgeber wissenschaftlicher Literatur können ebenfalls vom RADAR-Service profitieren, indem die wissenschaftlichen Daten aus publizierten Manuskripten archiviert oder publiziert werden. Dies steigert sowohl die Sichtbarkeit, als auch die Transparenz wissenschaftlicher Arbeiten. Dabei ist es ein Ziel von RADAR, Forschungsdaten in den Peer-Review-Prozess von Manuskripten zu integrieren. Dazu bietet RADAR einen Integrationsservice für Manuskript-Einreichungssysteme und Publikationsprozesse an: Hier finden Sie eine beispielhafte Darstellung eines solchen Workflows.

Durch den rapiden Anstieg der digitalen Datenproduktion wird ein passendes Management wissenschaftlicher Daten immer wichtiger.
Das Ablegen von Forschungsdaten in RADAR stellt sicher, dass die Anforderungen von Leistungsträgern und der „guten wissenschaftlichen Praxis“, also die sichere Aufbewahrung und Verfügbarkeit der für Publikationen zugrunde liegenden Daten, erfüllt werden (Basisangebot Archivierung). Darüber hinaus erhöht die (optionale) Publikation Ihrer wissenschaftlichen Daten die Sichtbarkeit Ihrer Forschung und vereinfacht deren Auffindbarkeit. Somit ist es anderen Wissenschaftlern möglich, Ihre Daten zu finden, Sie zu zitieren und die Ergebnisse Ihrer wissenschaftlichen Arbeit nachzunutzen. Weitere Vorteile sind, dass publizierte Datenpakete ein Teil Ihres Zitationsdokuments sind und somit zu höheren Zitationsraten Ihrer Artikel führen können. Zusätzlich ermöglicht der offene Zugang zu wissenschaftlichen Daten eine engere Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

RADAR bietet freien Zugang zu allen publizierten Daten an.
Für den Zugang zu archivierten Daten muss durch den Datengeber (Kurator) ein Zugang gewährt werden. Dafür ist eine vorherige kostenlose Registrierung als RADAR-Nutzer erforderlich. Nach erfolgter Freigabe des entsprechenden Benutzers können die archivierten Daten angezeigt und heruntergeladen werden.

Die Kosten für die Archivierungs- und Publikationsservices von RADAR werden durch die Administratoren (Vertragspartner) getragen. RADAR bietet die Optionen einer jährlichen Bezahlung an. Dabei werden die Daten während der Vertragslaufzeit von RADAR archiviert bzw. publiziert. Die Kosten sind abhängig vom benötigten Datenvolumen und von der Länge der Aufbewahrungszeit. RADAR ermutigt Wissenschaftler die Kostenschätzung in Förder- bzw. Drittmittelanträge zu integrieren, um die Finanzierung für die Datenarchivierung und -publikation durch RADAR zu sichern.

Die aktuelle Preisliste finden Sie auf der Produkt-Website: https://www.radar-service.eu/de/preise 

Diese Preise gelten ausschließlich für Hochschulen und Forschungseinrichtungen als institutionelle Kunden. Für gewerbliche Kunden gelten andere Preise; bitte nehmen Sie hierfür Kontakt mit RADAR auf: info@radar-service.eu

Das RADAR-Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert (Laufzeit: September 2013 bis August 2016). Das Projekt gehört zum Programm "Wissenschaftliche Bibliothekservices und Informationssysteme (LIS)". Im projekt wurde ein nachhaltiges, transparentes Geschäftsmodells entwickelt, dass denn langfristigen Betrieb RADARs sicher soll. Betreiber von RADAR ist das FIZ Karlsruhe.

Für den Fall, dass Sie an einem Datenmanagementplan für einen Antrag arbeiten, dann beachten Sie bitte folgende Aspekte, die die Datenarchivierung und -publikation durch RADAR betreffen: Erstens, welches Datenvolumen erwarten Sie innerhalb Ihres Projekts / Ihrer Institution? Versuchen Sie abzuschätzen, welcher Teil der Daten allein für die Archivierung und welcher Teil zusätzlich für die Publikation geeignet ist. Hinweise und Hilfen für die Auswahl der Daten sowie deren Format können Sie im RADAR Glossar finden. Zweitens, finden Sie heraus, welche Speicherdauer Ihre Leistungsträger oder Ihr Institut für die wissenschaftlichen Daten benötigen. Auf Grundlage dieser Informationen können Sie dann z.B. Angebote (einschl. eines Kostenvoranschlags) über RADAR anfordern. Des Weiteren erhalten sie für archivierte bzw. publizierte Forschungsdaten einen eindeutigen Zitierlink einschließlich eines Identifikationscodes (Handle bzw. DOI), der z.B. gegenüber Drittmittelgebern als Nachweis einer nachhaltigen Datenspeicherung dienen kann. Darüber hinaus steht Ihnen der RADAR-Beratungsservice ebenfalls gerne für Fragen zum Thema Datenmanagement & Nachhaltigkeit zur Verfügung.

Verleger/akademische Institutionen stellen die Hauptzielgruppe von RADAR dar. Sie können RADAR dafür nutzen, um wissenschaftliche Daten akademischer Studien, z.B. die Datengrundlage zu wissenschaftlichen Artikeln oder Dissertationen, zu archivieren und zu publizieren. Im Falle der Datenpublikation ist es möglich, das entsprechende Datenpakete aus RADAR mit der eigenen Einstiegsseite zu verlinken, indem z.B. der Digital Object Identifier (DOI) genutzt wird. Dieses einfache Prinzip der "verlinkten offenen Daten" vereinfacht den erneuten Gebrauch der Ressourcen und verbessert die Chancen, dass wissenschaftliche Ergebnisse sowie die dazugehörigen Daten gefunden, zitiert und nachgenutzt werden können. Mit dem Start des Produktivsystems in 2016 gibt es ebenfalls die Möglichkeit, die RADAR-Benutzeroberfläche individuell an den Kundenbedarf anzupassen ("Frontend-Branding"-Service für Verlage/Institutionen).

Die Datenübertragung zur Speicherschicht erfolgt über standardisierte Protokolle (SFTP,  GridFTP). Die Datenhaltung erfolgt über moderne Platten- und Tape-Systeme. Diese bieten mehrere Petabyte an Speicherplatz. Ein Storage Management System (High-Performance Storage System - HPSS) sorgt für einen effizienten Daten-Zugriff und erlaubt eine kostengünstige Langzeitspeicherung. Die System-Zuverlässigkeit wird durch Mehrfachkopien gesichert, die an unterschiedlichen Standorten mit verschiedenen Technologien abgelegt werden. Der Einsatz von Redundant Array of Independent Disks (RAID) und die Systemüberwachung selbst sorgen für die Datensicherheit der administrativen Komponenten, wie zum Beispiel Datenbanken, im System. Die Daten selbst liegen als BagIt-Strukturen in ZIP-Containern vor, d.h. die Daten werden in wohl-dokumentierten Containern vorgehalten. Jedes archivierte Datenpaket besteht aus einer Datei, die in sich selbstbeschreibend ist (also Daten und beschreibende Metadaten enthält). Für die Interpretation der BagIt-Strukturen ist keine spezielle Software notwendig.

RADAR basiert auf „eSciDoc Next Generation“, kurz eSciDoc NG, einer vollständig überarbeiteten Version von eSciDoc. eSciDoc NG beinhaltet nicht länger Fedora und ist als Open Source Ressource und unter einer ASL 2.0 Lizenz verfügbar.

Mit dem Start des RADAR Systems wird eine zeitnahe Zertifizierung nach den Standard des Data Seal of Approval (DSA) angestrebt.

 

Kategorie Zugriffsrechte

Generell kann jeder den Speicherdienst in Anspruch nehmen. Zielgruppe sind jedoch Wissenschaftler, die Daten aus Projekten heraus archivieren oder veröffentlichen wollen, Institutionen (Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Museen/Archive) und Verlage.

Ja, dies ist möglich und wird in den RADAR-AGBs entsprechend berücksichtigt.

Im RADAR-System:
Bei der RADAR-Anmeldung wird ein Ansprechpartner (= Administrator und dessen Kontaktdaten) angegeben, welcher für RADAR als Vertragspartner fungiert. Es ist möglich, diese Funktion auf weitere Personen zu übertragen.

Publizierte Daten (Landingpage):
Auf der Landingpage wird zu jedem Datenpaket eine Kontaktperson bzw. Institution (= Rightholder) angezeigt.

Ein Kurator ist eine bei RADAR registrierte Person, die innerhalb eines zugewiesenen Arbeitsbereichs (engl. Workspace) Daten hochladen, beschreiben und archivieren/publizieren kann. Weiterhin kann der Kurator Sub-Kuratoren benennen und den Zugriff auf Datenpakete für registrierte Nutzer steuern. Der Administrator (Vertragspartner) kann frei entscheiden, wie viele und welche Kuratoren er benennt.

Nein, dies liegt im Verantwortungsbereich der Kunden (= Administratoren).

Der Administrator kann den Kurator jederzeit die zugewiesenen Verwaltungsrechte in RADAR entziehen. Darüber hinaus kann er ihm - wie jedem registrierten Nutzer - aber noch Leserechte auf archivierte Daten einräumen (Beispiel: Doktorand, dessen Vertrag ausgelaufen ist, der aber noch an seiner Dissertation arbeitet und weiterhin Lesezugriff auf archivierte Daten benötigt).

RADAR zielt auf die Gewährleistung der Interoperabilität & soll für Nutzer so unsichtbar wie möglich sein. Als erster Schritt wurde eine Authentifizierung über Shibboleth (DFN-AAI) implementiert. Die Realisierung einer ORCID-Anmeldung ist in Planung (2016).

Nein, es ist Publikation oder Archivierung (mit gezielter Freigabe für bestimmte Nutzer) möglich.

Dies wird in den AGBs spezifiziert. Grundsätzlich gilt:

  • Nur Forschungsdaten, die die notwendige geistige Schöpfungshöhe erreichen, unterliegen dem Urheberrecht. Ob dies der Fall ist liegt im Ermessen des Datengebers.
  • Das deutsche Urheberrechtsgesetz sieht keine Übertragung des Urheberrechts an andere Rechtspersonen vor. Das Urheberrecht verbleibt also beim Datengeber.
  • Über die Nachnutzungsrechte für Forschungsdaten entscheidet der Kunde/Kurator.
  • Durch den Vertrag räumt der Kunde RADAR ein einfaches Nutzungsrecht ein, welches RADAR zur Erfüllung der gewünschten Dienstleistungen benötigt.
  • Zur Förderung der Nachnutzbarkeit empfiehlt RADAR, publizierte Daten mit einer Lizenz (z.B. CC-BY) zu versehen. Die Angabe eines Rechteinhabers & einer Lizenz sind jeweils Metadaten-Pflichtfelder.

Abhängig vom gewählten Angebot gibt es verschiedene Zugriffsrechte:

Angebot Archivierung:
A.) Es gibt 3 Optionen für Metadaten: 1. Öffentlich suchbar/sichtbar, 2. für freigegebene Nutzer suchbar/sichtbar, 3. nicht suchbar/sichtbar.
B.) Archivierte Datenpakete sind per Default nicht sichtbar. Sie können für einen beschränkten Kreis an registrierten Nutzern durch den Datenkurator sichtbar & zum Download freigegeben werden.

Angebot Publikation:
A.) Metadaten sind immer öffentlich und neben RADAR auch (aufgrund der DOI-Registrierung) im DataCite MDS verfügbar. Sie können dort von Dritten geharvestet werden. Dies erhöht die Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse.
B) Publizierte Datenpakete sind Open Access. Ggf. kann ein zeitliches Embargo vergeben werden. Der Download publizierter Datenpakete ist für alle Nutzer möglich.

RADAR wird eine Download-Statistik mit Zugriffszahlen anbieten. Über die statistischen Angaben (z.B. Anzahl der Downloads) hinaus werden aus Datenschutzgründen keine weiteren Nutzungsdaten erfasst/weitergegeben.

Wenn Sie Ihre vertraulichen oder z.B. Patent-zugehörigen Daten digital archivieren wollen, dann empfehlen wir Ihnen das Angebot "Archivierung" zu nutzen. So haben nur Sie bzw. ein optional von Ihnen festgelegter RADAR-Nutzerkreis Zugriff auf die Daten.

Prinzipiell gibt es keine Beschränkung der Datenmenge.

Im Archivierungsangebot garantiert RADAR eine nachhaltige Archivierung Ihrer wissenschaftlichen Daten für die gewählte Haltefrist bzw. über die Dauer Ihrer Vertragslaufzeit. Wenn Daten bei RADAR gespeichert werden, dann können sie von Ihnen als Datengeber jederzeit wieder abgerufen werden. Dies wird durch regelmäßige Integritätschecks und spezifische Bitstream Preservation-Strategien gewährleistet.

Im Publikationsangebot sind die archivierten Daten zusätzlich dauerhaft öffentlich verfügbar (ggf. nach Ablauf einer Embargofrist). In diesem Service garantiert RADAR die dauerhafte Datenverfügbarkeit, hier definiert als einen Zeitraum von mindestens 25 Jahren.

RADAR bietet zwei Angebote:

  • Im Archivierungsangebot kann der Kunde zwischen 5, 10 und 15 Jahren wählen. Je nach Kundenwünschen kann über genauere Abstufungen verhandelt werden.
  • Im Publikationsangebot ist durch die Publikation eine "dauerhafte" Speicherung vorgesehen. Bei RADAR umfasst eine "dauerhafte" Datenpublikation die garantierte Datenverfügbarkeit für 25 Jahre + Faktor X.

In den Empfehlungen zur "Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis" fordert die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG), dass Primärdaten, die zu einer Veröffentlichung gehören, für einen Zeitraum von 10 Jahren gespeichert werden sollen. Dieser Zeitraum wird häufig im Datenmanagement-Kontext erwähnt. Trotzdem gibt es keine allgemein und für alle Fachdisziplinen empfohlene Datenspeicherungszeit. Abhängig von Ihrem Forschungsgebiet, Leistungsträgern oder Institutionen können verschiedene Anforderungen in Kraft treten. Innerhalb des Datenarchivierungsservices können Sie anfangs auswählen, ob Sie Ihre Daten über einen Zeitraum von 5, 10 oder 15 Jahren speichern wollen. Sie können allerdings auch den Zeitraum erweitern, falls erwünscht. Publizierte Daten werden bei RADAR dauerhaft archiviert und erhalten (mindestens 25 Jahre).

Im Archivierungsangebot kann während oder vor Ablauf der Archivierungszeit der Vertrag verlängert werden.
Im Publikationsangebot ist durch die Publikation eine "dauerhafte" Speicherung vorgesehen. Bei RADAR umfasst eine "dauerhafte" Datenpublikation die garantierte Datenverfügbarkeit für 25 Jahre + Faktor X.

Publizierte Daten sind unbegrenzt verfügbar. Bei archivierten Daten wird der angegebene Ansprechpartner ein halbes Jahr vor Ablauf der Archivierungsfrist informiert und über weitere Möglichkeiten der Archivierung oder Publikation informiert. Kurz vor Ablauf der Frist wird der Administrator erneut informiert. Handelt der Kunde bis zum Ende der Archivierungsfrist nicht, werden die Daten gelöscht.

Ja, es werden zwei Kopien an erzeugt und geographisch verteilt gespeichert.

Die System-Zuverlässigkeit wird durch Mehrfachkopien gesichert, die an unterschiedlichen Standorten mit verschiedenen Technologien abgelegt werden. Der Einsatz von Redundant Array of Independent Disks (RAID) und die Systemüberwachung selbst sorgen für die Datensicherheit der administrativen Komponenten, wie zum Beispiel Datenbanken, im System.

Das ist bisher nicht vorgesehen. Der Kunde hat die Wahl zwischen Archivierung (langsame Zugriffszeit) oder Publikation (schnelle Zugriffszeit) der Forschungsdaten.

Kategorie Datenübernahme

Um Daten im Testsystem hochzuladen, muss zuvor ein Testsystemaccount eingerichtet werden. Alle Instruktionen dazu finden Sie unter hier. Bitte beachten Sie, dass Kuratorenrechte benötigt werden, um Daten im System hochzuladen. Zurzeit werden nur Daten im .ZIP-Format akzeptiert. Des Weiteren empfehlen wir den Upload von Datenpaketen, die kleiner als 2 GB sind. Für die Nutzung des Produktivsystems ist der Abschluss eines Vertrags mit RADAR erforderlich. Details hierzu werden mit Start des Produktivsystems in 2016 veröffentlicht.

Aufgrund der generischen Ausrichtung RADARs gibt es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich des Datentyps bzw. der Datenformate. Allerdings bietet RADAR Formatempfehlungen an.

Ein Datenpaket, das in RADAR abgelegt wurde, kann z.B. Rohdaten, intermediäre Arbeitsdaten, Sekundärdaten und Dateien, die die Daten und den Forschungsprozess beschreiben, umfassen. Beachtenswert ist, dass RADAR nicht nur Daten akzeptiert, welche wissenschaftlichen Artikeln angehören, sondern auch unabhängige Datenpublikationen, z.B. "Negativdaten".

RADAR ist kein Textrepositorium und daher nicht zur Speicherung von wissenschaftlichen Vordrucken, Dissertationen oder grauer Literatur vorgesehen, es sei denn, diese sind explizit ein Teil des Datenpakets, das während der wissenschaftlichen Untersuchungen entstanden ist. Des Weiteren dürfen keine Datenpakete, die dem Datenschutzrecht unterliegen bzw. nicht vorher hinreichend anonymisiert wurden, bei RADAR abgelegt werden.

Ja, während des Pending-Status ist eine Änderung der Daten möglich (= Bearbeitung im RADAR-Arbeitsbereich und individuelle Re-Organisation des Datenpakets).

Nach der Freigabe zur Archivierung / Publikation durch den Kurator ist keine weitere Änderung mehr möglich (Sicherstellung Zitierbarkeit / Referenzierbarkeit).
Im Fall einer Änderung/Korrektur sollte ein neues Datenpaket angelegt werden und über die Metadaten ein Verweis auf die Vorversion hinzugefügt werden (Parameter: Related Identifier und Relation Type).
Sollte eine Löschung bereits publizierter Daten notwendig sein, stellt RADAR weiterhin die Referenzierbarkeit (Metadaten, Landingpage) sicher.

Eine Versionierung ist nicht vorgesehen. Nach der Freigabe zur Archivierung / Publikation durch den Kurator sind keine weiteren Änderungen im Datenpaket mehr möglich.

Die Lizenz gilt für den gesamten Datenpaket. Sollen unterschiedliche Lizenzen vergeben werden, müssen die Daten in mehrere Datenpakete aufgeteilt werden. RADAR empfielt die Verwendung von Creative Commons Lizenzen.

Weiterhin wurde 2015 erstmals ein ausführlicher Leitfaden zum Leitprinzip von freien Lizenzen bzw. Open-Content-Lizenzen veröffentlicht - anbei der Volltext-Link für alle Nutzer, die en detail in die Welt der der interaktiven Nutzung digital zur Verfügung gestellten Ressourcen eintauchen möchten.

Ja, die automatische Datenübernahme wird über eine API ermöglicht (API Dokumentation).

Abhängig vom eingesetzen Browser können auch größere Dateien hochgeladen werden. Es sind Uploads von mindestens 10 GB möglich, sofern der Browser das unterstützt. Anmerkung: Der Internet Explorer wird nur noch ab Version 11 unterstützt, da Microsoft ältere Versionen ab 2016 nicht mehr pflegt und damit deren Verwendung ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen kann.

Ja. Im RADAR-Arbeitsbereich ist es zusätzlich möglich, weitere Dateien zu einem Datenpaket im Pending-Status hinzuzufügen, zu editieren oder zu löschen.

Personenbezogene Daten dürfen nicht gespeichert werden. Auf diese Einschränkung wird bei Abschluss eines Nutzungsvertrags in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) hingewiesen. Allerdings dürfen anonymisierte Daten in RADAR archiviert werden.

Kategorie Metadaten

Im RADAR-Projekt wurde ein Metadatenprofil erarbeitet, das 10 Pflichtfelder vorgibt, die vom Kunden auszufüllen sind. Diese Felder sind fachunspezifisch. Darüber hinaus ermöglicht RADAR die erweiterte Beschreibung der Forschungsdaten anhand von 13 optionalen Feldern. Die RADAR Metadatenschema-Dokumentation v05 ist hier veröffentlicht. Generell ist es dem Kunden überlassen, in einer optionalen Datei beliebige deskriptive Metadaten zu ergänzen.

Auf Metadatenebene wird die Kompatibilität des RADAR-Metadatenschemas zum DataCite- und Dublin-Core-Metadatenschema gewährleistet. Weiterhin wird die Interoperabilität durch die Auffindbarkeit der RADAR-Metadaten im DataCite Metadatenstore sichergestellt. Darüber hinaus ist eine ORCID-Anbindung implementiert.

Die Metadaten der bei RADAR publizierten Daten stehen unter einer CC0-Lizenz und sind u.a. über den DataCite Metadatenstore abrufbar. Des Weiteren stellt RADAR die Metadaten zum Harvesting via OAI-PMH und open API zur Verfügung.

Zur Sicherstellung der Metadatenqualität verwendet RADAR z.B. kontrolliertes Vokabular und überprüft die Vollständigkeit der Metadaten auf Datenpaketebene. Darüber hinaus wird die technische Integrität des Datenpakets beim Upload und im Rahmen der Bitstream Preservation in regelmäßigen Abständen von RADAR kontrolliert und dokumentiert. Eine weitergehende, inhaltliche Überprüfung der Datenpakete liegt in der Verantwortung der Datengeber (Kuratoren) selbst.

Ja, der automatische Zugang ist auch über eine API möglich. Hier finden Sie die dazugehörige Dokumentation: RADAR API Documentation

Im Datenpaket können fachspezifische Metadaten als eigenständige Datei enthalten sein.
Langfristig ist für RADAR eine Adaption weiterer Metadatenschemata denkbar, wobei noch nicht geklärt ist, ob diese auch durchsuchbar sein werden.

Die Angabe von Metadaten ist auf Datenpaketebene (= .ZIP-Datei) verpflichtend.
Darüber hinaus können auch Metadaten auf Dateiebene angegeben werden. Diese werden von RADAR allerdings nicht validiert und sind nicht suchbar.

Die Sprache für die Metadaten ist frei wählbar. Die Angabe einer Sprache für das Datenpaket ist als optionaler Parameter verfügbar.
Eine Übersetzung der Metadaten in mehrere Sprachen ist bisher nicht vorgesehen.

Eine Dokumentation der RADAR-Metadatenfelder ist publiziert: Link zur RADAR Metadatenschema-Dokumentation v05.

Ja. Das Metadatenschema erlaubt sowohl die Angabe eines einzelnen Jahres, in dem das Datenpaket erstellt wurde (z.B. 2015), also auch die Angabe eines Zeitraums (z.B. 2009-2015).

Kategorie: Nachnutzbarkeit, DOI, Suche

Im Publikationsangebot werden die Datenpakete veröffentlicht und mit einem DOI versehen. Publizierte Datenpakete sind immer öffentlich zugänglich (eventuell nach Ablauf einer Embargo-Frist).
Im Archivierungsangebot wird ein RADAR-Identifier vergeben. Archivierte Datenpakete sind per Default nur für den Datengeber einsehbar und für Dritte nicht sichtbar. Darüber hinaus kann der Datengeber archivierte Datenpakete für einen beschränkten Kreis an registrierten Nutzern sichtbar machen & zum Download freigeben.

Ja. Wenn Sie sich dafür entscheiden Ihre Daten bei RADAR zu publizieren, dann haben Sie die Möglichkeit ein Datum für ein Embargo der Veröffentlichung Ihrer Datenpakete festzulegen (bis zu einer Dauer von einem Jahr). Die Metadaten, die Ihr Datenpaket beschreiben, werden bereits während des Embargos publiziert und Ihrem Datenpaket wird ein DOI zugewiesen. Dieses Vorgehen sichert, dass Ihr Datenpaket bereits gefunden und zitiert werden kann, sobald es abgelegt wurde, wobei ein Download erst möglich wird, wenn das Embargo abgelaufen ist.

Der Administrator bzw. Kurator.

Grundsätzlich können Sie das Zitationsformat frei wählen. In Anlehnung an internationale Richtlinien empfiehlt RADAR das folgende Zitationsformat:

Ersteller/Autor(en) (Jahr der Veröffentlichung): Titel des Datenpaketes. Herausgeber. Art der Forschungsdaten/Resource Type. Identifier (DOI)

Ja, sofern ein Vertrag mit RADAR existiert:
1. Option für Kunden/Wissenschaftler: RADAR stellt einen vorläufigen DOI zur Verfügung. Die Auflösbarkeit des DOI ist jedoch erst mit der Publikation des Datenpaketes (inklusive einer vollständigen Eingabe aller Metadaten-Pflichtfelder) möglich.

2. Option für Verlage: Verlag erhält einen vorläufigen DOI für das entsprechende Datenpaket, z.B. im Rahmen eines Review-Prozesses.

Ein DOI bezieht sich immer auf das Datenpaket. Die Entscheidung, was ein Datenpaket ist, liegt beim Kunden - demnach kann ein Datenpaket als .ZIP-Datei mehrere oder nur eine einzelne Datendatei enthalten.

Der DOI bleibt gleich, es ändert sich lediglich die URL der Landingpage (neues Datenzentrum), auf die der DOI verweist. Die Aufgabe der Anpassung der Metadaten obliegt dabei dem neuen Datenzentrum.

Nein, das ist wegen der erforderlichen Eindeutigkeit des DOI nicht möglich. Der DOI wird automatisiert generiert, sobald dieser vom Kurator über das Metadaten-UserInterface oder über die API angefordert wird.

RADAR akzeptiert alle Dateitypen, gibt aber Empfehlungen für Dateitypen bzw. Formate, die besonders für eine Langzeitarchivierung geeignet sind.

Sie können die RADAR-Datenbank jeder Zeit durchsuchen, eine Registrierung ist nicht erforderlich. Wenn Sie nach einem speziellen Datenpaket suchen, dann ist es am einfachsten den DOI einzugeben. Zusätzlich können Sie eine Freitextsuche oder Facettensuche (Ersteller/Autor, Publikationsjahr, Sprache, Fachgebiet, Ressourcenrechte, Rechteinhaber u.a.) durchführen. Auch Datenpakete, die erst nach dem Ende einer Embargofrist zum Download verfügbar sind, werden bereits im Rahmen der Suchergebnisse angezeigt und können zitiert werden.
Bitte beachten Sie, dass archivierte Datenpakete (= unpublizierte Daten) nur gefunden werden können, sofern der verantwortliche Kurator sich dafür entschieden hat, die entsprechenden Metadaten mit dem RADAR-Suchportal zu indizieren.

Ja, diese Option wurde in der Facettensuche implementiert.

RADAR bietet eine Suche auf Grundlage der Metadateninformationen zu dem Datenpaket an. Eine Durchsuchbarkeit der Inhalte des Datenpakets ist aufgrund der Generik RADARs (viele verschiedene Dateitypen) nicht möglich.

Die Landingpage und der dazugehörige DOI bleiben erhalten. Auf der Landingpage findet sich ein vermerkt, warum das Datenpaket gelöscht wurde. Dieser Fall sollte aber unter Beachtung der Leitlinien der guten wissenschaftlichen Praxis und der deutschen Rechtssprechung (z.B. Datenschutz, Verwendung hinreichend anonymisierter Daten) die Ausnahme bilden.

Über die vorgesehene RADAR-API können sowohl Daten als auch die zugehörigen Metadaten importiert und exportiert werden. Exportierte Datenpakete stehen in Form einer .ZIP-Datei als eine BagIt-Struktur zur Verfügung.

RADAR arbeitet derzeit an einer Kooperation mit ausgewählten Journalen und den jeweiligen Herausgebern, um einen adäquaten Workflow und die benötigten Funktionalitäten für ein verbundenes Einreichen wissenschaftlicher Artikel mit den zugrundeliegenden Forschungsdaten zur Verfügung zu stellen. Dieser Service wird neben der Publikation der Daten auch die Möglichkeit der Einbeziehung der Forschungsdaten in den Peer-Review-Prozess beinhalten. Ein beispielhafter Workflow, der diesen Service beschreibt, ist hier verfügbar.

Kategorie Testsystem

 

Die Anmeldung zu Testsystem ist hier beschreiben.